<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Tierarztpraxis und Hundeschule M. Morber</title>
	<atom:link href="http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://vetblog.galoomb.de/wordpress</link>
	<description>Tierverhaltenstherapie und Verhaltensberatung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Mar 2011 09:26:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator>
		<item>
		<title>Hunde und Kinder &#8211; warum manche Hunde aggressiv reagieren</title>
		<link>http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=60</link>
		<comments>http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=60#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 10:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bissverletzung Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hund beißt Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialisation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=60</guid>
		<description><![CDATA[Nicht selten sucht ein Hundebesitzer Rat in der Verhaltensberatung, weil der Hund das eigene Kind angeknurrt hat. Dies ist ein wirklich ernst zu nehmendes Problem, das keinesfalls unterschätzt werden darf. Kinder unter 10 Jahren sind die häufigsten Todesopfer bei tödlich &#8230; <a href="http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=60">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-62" title="Viele Hunde haben Angst vor Kindern" src="http://vetblog.galoomb.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/HundKind-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /><strong>Nicht selten sucht ein Hundebesitzer Rat in der Verhaltensberatung, weil der Hund das eigene Kind angeknurrt hat. Dies ist ein wirklich ernst zu nehmendes Problem, das keinesfalls unterschätzt werden darf</strong>.</p>
<p>Kinder unter 10 Jahren sind die häufigsten Todesopfer bei tödlich endenden Angriffe durch Hunde [2]. Ein Hundebiss kann also besonders bei Kindern dramatische Folgen haben.<br />
<span id="more-60"></span></p>
<p>Grundsätzlich kann jeder Hund beißen, ganz egal wie groß oder wie klein der Hund ist. Viele Hundebesitzer gehen davon aus, dass ein Hund schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat, wenn er aggressiv auf sie reagiert. Doch viel häufiger ist ein Mangel an Erfahrungen im Umgang mit Kindern der eigentliche Grund, weshalb der Hund z.B. ein Kind anknurrt.</p>
<p>Alles was ein Hund in seiner Sozialisationsphase bis zur 12. Lebenswoche nicht kennenlernt, kann bei ihm später Angst auslösen. Flucht und Angriff sind zwei mögliche Reaktionen auf Angst. Für einen Hund, der sich in die Enge getrieben fühlt, ist es normal und natürlich, wenn er dem Angstauslöser aggressiv gegenüber tritt.</p>
<p>Das Schlüsselwort für ein Problem zwischen Hunden und Kindern ist also die &#8220;Sozialisation&#8221;. Hat ein Hund bereits beim Züchter viele positive Kontakte zu Kindern, wird er sich weitaus besser mit Kindern anfreunden, als ein Hund, der keinen Kontakt zu Kindern in seinen ersten Lebenswochen hatte.</p>
<p>Wie wichtig die frühzeitige Sozialisation von Hunden auf Kinder ist, belegt eine aktuelle Studie von 2011 [1]. Dabei wurde die Reaktion von Hunden auf Kinder in verschiedenen Situationen getestet. Hunde, die während ihrer Sozialisation zwischen der 3. und 12. Lebenswoche mehr als einmal pro Woche für 20 Minuten Kontakt zu Kindern hatten, zeigten sich in keiner der Testszenarien aggressiv oder aufgeregt. Aggression konnte dagegen bei einigen Hunden beobachtet werden, die erst nach der 12. Lebenswoche regelmäßig Kontakt zu Kindern hatten oder die insgesamt nur selten mit Kindern in Kontakt waren. Hunde die insgesamt nur selten Kontakt zu Kindern hatten, knurrten teilweise sogar bereits wenn ein Kind den Raum betrat und den Namen des Hundes rief, ohne sich dem Hund direkt zu nähern.</p>
<p>Ein häufiges Problem ist, dass Hundebesitzer die Angst ihres Hundes vor Kindern unterschätzen und den Hund durch gutes Zureden davon überzeugen möchten, dass ihm das Kind doch nichts Böses will. Dies ist jedoch keine geeignete Möglichkeit, dem Hund die Angst vor Kindern zu nehmen. Hunde die keine Erfahrung im Umgang mit Kindern haben, fühlen sich oft schon durch die Anwesenheit eines Kindes stark verunsichert. In diesen Fällen sind umfangreiche Trainings-, Management- und Vorsichtsmaßnahmen nötig, wenn dieser Hund den Umgang mit Kindern lernen soll.</p>
<p>Eine frühe und umfangreiche Sozialisation auf Kinder ist aber keinesfalls eine Garantie für ein problemloses Zusammenleben von Hunden und Kindern. Auch andere Auslöser als „Angst aufgrund mangelnder Erfahrung“ sind für Aggression von Hunden gegenüber Kindern möglich. Bei einer Analyse von Bissverletzungen bei Kindern stellte sich heraus, dass sich fast die Hälfte der Angriffe auf Kindern durch den eigenen Hund im Zusammenhang mit der Bewachung von Futter ereigneten [4]. Solche Vorfälle sind also eher die Folge eines ungeeigneten Umgangs von Kindern mit Hunden, als ein angstbezogenes Problem. Von 1347 Kindern, die im Kinderkrankenhaus von Indianapolis aufgrund eines Hundebisse behandelt werden mussten, wurden immerhin 37% vom eigenen Hund gebissen [3].</p>
<p>Die Gefahr, die von einem Hund ausgehen kann, darf  also keinesfalls unterschätzt werden und Prävention ist wichtig. Hundehalter wissen allgemein leider zu wenig über Hund-Kind-Interaktionen und Hundeverhalten Bescheid und interpretieren Hundeverhalten oft falsch. [5]. Daher sollten Hundebesitzer die ein Kind bekommen, oder Familien mit Kindern, die sich entscheiden einen Hund aufzunehmen, bereits im Vorfeld eine professionelle Beratung aufsuchen. So können viele Probleme vermieden werden.</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>[1] Importance of Bringing Dogs in Contact with Children during Their Socialization Period for Better Behavior.,  Sato Arai et al., J Vet Med Sci. (2011 [Epub ahead of print])</li>
<li>[2] Human fatalities resulting from dog attacks in the United States, 1979-2005., Rick L. Langley, Wilderness Environ Med. (2009)</li>
<li>[3] Analysis of nonfatal dog bites in children., Daniels DM., J Trauma. (2009)</li>
<li>[4] Behavioral assessment of child-directed canine aggression., Reisner IR. et al., Inj Prev (2007)</li>
<li>[5] Effects of gender and parental status on knowledge and attitudes of dog owners regarding dog aggression toward children., Reisner IR, Shofer FS, J Am Vet Med Assoc. (2008),</li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?feed=rss2&#038;p=60</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Können Hunde Krebszellen riechen?</title>
		<link>http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=74</link>
		<comments>http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=74#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 10:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[erschnüffeln]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Krebszellen]]></category>
		<category><![CDATA[Labrador]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=74</guid>
		<description><![CDATA[Anfang Februar waren die Schlagzeilen gefüllt mit Meldungen über den Labrador aus Japan, der am Geruch einer Kot- oder Atemproben erkennen konnte, ob jemand unter Darmkrebs leidet. Eine wirklich sensationelle Sache. Sowohl dem Hund als auch den Forschern und Trainern &#8230; <a href="http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?p=74">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img class="alignleft" title="Können Hunde Krebs riechen?" src="http://vetblog.galoomb.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/02/nase-150x150.jpg" alt="Können Hunde Krebs riechen?" width="150" height="150" /><strong>Anfang Februar waren die Schlagzeilen gefüllt mit Meldungen über den Labrador aus Japan, der am Geruch einer Kot- oder Atemproben erkennen konnte, ob jemand unter Darmkrebs leidet.</strong></p>
<p>Eine wirklich sensationelle Sache. Sowohl dem Hund als auch den Forschern und Trainern des Hundes dürfen wir gratulieren. Doch eine wirklich neue Entdeckung war das nicht.</p>
<p><span id="more-74"></span>Bereits 1989 wurde von einem Hund berichtet, der offensichtlich eine bösartige Hautveränderung erkannte, woraufhin sich die Besitzerin zur Untersuchung in eine Klink begab (Sniffer dogs in the melanoma clinic?). Immer wieder gab es danach weitere Anekdoten über Hunde, die Tumore erschnüffelten und auch die Wissenschaft begann sich für die Geruchserkennung von Tumoren durch Hunde zu interessieren. So wurden bspw. Prostatakrebs, Darmkrebs, Brustkrebs oder Lungenkrebs bereits erfolgreich von speziell trainierten Hunden erschnüffelt.</p>
<p>Die Wissenschaftler wollten es jedoch genauer wissen. Riecht ein Hund nur allgemein eine  Entzündung oder Gewebsveränderung, oder hat der Tumor tatsächlich einen &#8220;Eigengeruch&#8221; ? Um diesee Frage zu klären, wurden Hunde in einer Studie trainiert, nur das Ovarialkarzinom anzuzeigen, nicht aber andere gynäkologische Veränderungen am Uterus und Ovar (Human ovarian carcinomas detected by specific odor, 2008). Auch andere Untersuchungen belegten bereits, dass Hunde tatsächlich einen Eigengeruch des Tumors riechen können. Hierzu zählt auch die aktuellen Studie aus Japan (Colorectal cancer screening with odour material by canine scent detection, 2011) mit dem weltbekannten Labrador. Es wurde erneut gezeigt, dass der Hund ausschließlich den antrainierten Darmkrebs anzeigt und sich nicht von andere Veränderungen (z.B. gutartige Tumore, andere Entzündungen, &#8230;) verwirren lässt.</p>
<p>Manche Leser mögen sich fragen, wie man einem Hund wohl beibringen kann, einen Tumor zu erkennen. Viele Hundebesitzer würden sich wünschen, der Hund erkenne das Kommando „Hier“ oder „Sitz“ zuverlässig. In den meisten von mir gelesenen Studien wurden die Hunde durch operante Konditionierung – also mit dem Klickertraining ausgebildet. Oft wird davon gesprochen, dass die Ausbildung des Hundes zu langwierig und zu teuer ist, als dass sich diese gegen andere Untersuchungen durchsetzen könne und Hunde so professionell in der Diagnostik eingesetzt werden. Doch es gibt auch eine Untersuchung, in der Hunde in einem nur 2-3 wöchigem Training erfolgreich ausgebildet wurden (Diagnostic accuracy of canine scent detection in early- and late-stage lung and breast cancers., 2006).</p>
<p>Der Vorteil beim Einsatz von Hund in der Tumorerkennung ist eindeutig. Der Mensch muss sich nicht erst beim Auftreten von Symptomen gezielt untersuchen lassen oder zur Vorbeugeuntersuchung gehen und z.B. eine schmerzhafte Mammographie machen lassen. Hunde könnten einfach so den Geruch erkennen, genau wie bei Sprengstoff oder Drogen auch. Die Frühdiagnostik wäre einfach und schmerzfrei. Bleibt abzuwarten, ob der Einsatz von Tumorhunden bald die Regel sein könnte.</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>Labrador erschnüffelt Darmkrebs., Stern.de, 1. Februar 2011 (<a title="link" href="http://www.stern.de/wissen/labrador-erschnueffelt-darmkrebs-1649282.html">link</a>)</li>
<li>
<div id="_mcePaste">Olfactory detection of human bladder cancer by dogs: proof of principle study., Willis CM, et al. , BMJ. (2004)</div>
</li>
<li>Sniffer dogs in the melanoma clinic?, Williams H, Pembroke A., Lancet. (1989)</li>
<li>Colorectal cancer screening with odour material by canine scent detection, Sonoda H. et al., Gut. (2011 [Epub ahead of print])</li>
<li>Diagnostic accuracy of canine scent detection in early- and late-stage lung and breast cancers., McCulloch M et al. Integr Cancer Ther. (2006)</li>
<li>Human ovarian carcinomas detected by specific odor., Horvath G et al.,Integr Cancer Ther. (2008)</li>
<li>The use of canines in the detection of human cancers., Gordon RT et al., J Altern Complement Med. (2008)</li>
<li>Olfactory Detection of Prostate Cancer by Dogs Sniffing Urine: A Step Forward in Early Diagnosis., Cornu JN et al., Eur Urol. (2010 [Epub ahead of print])</li>
<li>Olfactory detection of human bladder cancer by dogs: proof of principle study., Willis CM, et al., BMJ. (2004)</li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://vetblog.galoomb.de/wordpress/?feed=rss2&#038;p=74</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

